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Wirtschaftstandort Polen



Polnische Möbelhersteller schaffen viele neue Arbeitsplätze

Wyślij Druck Pobierz Er fügte hinzu: Lidia Szeląg | 2016-11-08 11:30:59
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Die Möbelhersteller trugen im vergangenen Jahr maßgeblich zur Verringerung der Arbeitslosigkeit bei. Auch beginnt die Branche wieder zu investieren.
Der diesjährige Umsatz von in Polen hergestellten Möbeln kann nach Schätzungen des Branchenkenners F & E-Studio 42,8 Mrd. PLN erreichen, ein Ergebnis, das 9,7 Prozent über dem des letzten Jahres liegen könnte. Im Jahr 2015 stieg der Umsatz des Marktes um 7,1 Prozent auf 39 Mrd. PLN, ein Jahr zuvor betrug die Steigerung fast 16 Prozent.
Damit war die Möbelbranche eine der treibenden Kräfte der Wirtschaft. Ihr Anteil am polnischen BIP betrug im Jahr 2014 bis zu 2,1 Prozent (Steigerung um 0,2 pp. gegenüber 2013) und liegt viermal höher als der Anteil der Branche am BIP der gesamten europäischen Gemeinschaft.
Entscheidend für das Umsatzwachstum sind die Ausfuhren. Im Durchschnitt gehen 90 Prozent der inländischen Produktion in den Export. Hieran beteiligt ist eine relativ kleine Zahl von Herstellern, nur ca. 3.000 von fast 25.300 Unternehmen der Branche (Angaben von GUS vom Ende des dritten Quartals 2015) erklärten, dass sie exportieren.
Auch kommt Bewegung in das Inlandgeschäft. Nachdem der Einzelverkauf im Inland in den letzten Jahren vor sich hin dümpelte, erwarten die Analysten für dieses Jahr eine spürbare Steigerung des Absatzes, unter anderem als Folge des Familienprogramms 500+.

Kein Wunder also, dass die Hersteller nicht mehr den Gürtel enger schnallen, wie das für die Jahre 2009-2012 charakteristisch war. Im vergangenen Jahr stellte die Branche 8.000 Mitarbeiter neu ein, das ist nach dem Dienstleistungssektor der höchste Zuwachs. Geschätzt wird, dass derzeit 180.000 Menschen ihr Auskommen in der Möbelproduktion finden.
Auch die Investitionsausgaben sind wieder im Wachsen - im Jahr 2014 erreichten sie 1,27 Mrd. PLN oder etwa 41,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fast 70 Prozent wurden für den Ankauf neuer Maschinen aufgewendet. Und inzwischen entstehen auch die ersten neuen Fertigungsstätten - ein Zeichen dafür, dass mit der guten Konjunktur auch die vorhandenen Produktionskapazitäten an ihre Grenzen kommen.
Von den Branchenkennern errechnet wird eine durchschnittliche Rentabilität der Unternehmen in der Möbelbranche von heute ca. 6 Prozent. Werden die Investitionskosten herausgerechnet, erreicht die Rentabilität einzelner Gesellschaften auch mal 15 Prozent.

 

Quelle: Rzeczpospolita / WPHI Berlin